Smartphones & Co.: Gift für Kinderaugen

Smartphones & Co.:
Gift für Kinderaugen


Wie nutzen Kinder und Jugendliche in Deutschland Smartphone, Tablet, Computer & Co.? Und wie wirkt sich das auf ihre Augen aus? Das herauszufinden, war das Ziel einer repräsentativen Studie von Apollo, die Deutschlands filialstärkster Optiker beim Meinungsforschungsinstitut Kantar TNS beauftragt hat. Knapp 1.100 Eltern wurden dafür im Frühjahr 2018 zur Mediennutzung ihrer 12- bis 18-jährigen Kinder befragt – und das sind die spannenden Erkenntnisse …


Generation Digital

Smart Devices sind für Kinder und Jugendliche heute ein selbstverständlicher Teil des Lebens. Das zeigt auch die Apollo-Studie: Nahezu alle der 12- bis 18-Jährigen nutzen laut ihrer Eltern regelmäßig digitale Medien. Durchschnittlich 2,5 Geräte stehen den Teens dafür zur Verfügung. Am häufigsten in Gebrauch: Smartphone, Computer und Tablet.

Die Nutzung digitaler Medien

Schwabach, im August 2018: Eine repräsentative Umfrage von Deutschlands filialstärkster Optiker-Kette Apollo belegt: Smart Devices wie Smartphones und Tablets können schwerwiegendere gesundheitliche Auswirkungen haben als vermutet. Über ein Drittel (34 Prozent) der Jugendlichen in Deutschland leidet unter körperlichen Beschwerden wie Verspannungen, Nacken- und Rückenschmerzen oder Kopfschmerzen. 28 Prozent von ihnen haben demnach bereits Schwierigkeiten mit ihren Augen. Auch Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Nervosität sind bei dieser Altersgruppe bereits weit verbreitet.


Smart Devices erhöhen das Risiko für Kurzsichtigkeit

Diese Beschwerden können natürlich nicht ausschließlich auf die Nutzung von Smart Devices zurückgeführt werden. Aber Smartphone, Tablet & Co. fördern eine Lebensweise, die gerade bei Heranwachsenden häufig problematisch ist: "Die Jugendlichen verbringen weniger Zeit an der frischen Luft, da bleiben Bewegung und der Blick in die Ferne oft auf der Strecke", merkt Apollo-Expertin Julia Kempe an. Und gerade das ist in der Kindheit und Jugend risikoreich. Denn nur in diesem Alter wächst das Auge. Ist der Augapfel zu selten natürlichem Licht ausgesetzt oder zu oft auf Nahsicht fokussiert, entsteht eine Überlänge des Augapfels, die zu Kurzsichtigkeit führt. Diese ist meist leicht mit einer Brille oder Kontaktlinsen behoben, langfristig kann dem Nachwuchs so eine spätere und dauerhafte Fehlsichtigkeit erspart werden. "Um Beschwerden und Beeinträchtigungen gar nicht erst auftreten zu lassen, raten wir bei der Mediennutzung zu einfachen Verhaltensregeln", erklärt Julia Kempe.

Die Folgen der Nutzung Smart Devices

So benutzen Kinder gefahrlos Smartphone & Co.

1. Digitale Geräte nur bei ausreichender Beleuchtung nutzen
Künstliches Licht in einer dunklen Umgebung kann das Wachstum des Augapfels dauerhaft beeinträchtigen. Daher immer für eine helle und gut beleuchtete Umgebung sorgen.

2. Zwei Stunden täglich raus ins Freie
Wichtig für das Wachstum des Augapfels ist die Fernsicht in Zusammenhang mit dem Aufenthalt in hellem Tageslicht. Gerade Kinder und Jugendliche sollten daher mindestens zwei Stunden täglich im Freien verbringen.

3. In die Ferne schauen
Bei der Nutzung von Smartphone und Computer sollten sie den Blick immer wieder in die weiter entfernte Umgebung schweifen lassen und das für mindestens 20 Sekunden, damit das Auge zwischen Nah- und Fernsicht umstellen muss.

4. Regelmäßige Sehtests
Kinderaugen sollten regelmäßig beim Augenarzt überprüft werden – nur so können Probleme frühzeitig erkannt und beim Optiker korrigiert werden. Spätestens vor dem Schulanfang und dann alle zwei Jahre sollten die Augen getestet werden.

Die Nutzungsdauer

*Laut JIM-Studie 2017, eine repräsentative Untersuchung zum Medienumgang von Jugendlichen in Deutschland


Eltern in der Pflicht

Bereits jetzt benötigen 28 Prozent der Jugendlichen eine Sehhilfe – Tendenz steigend. "Damit die Sehhilfe nicht zum Standard wird, sollten sich Eltern frühzeitig und vorsorglich um die Gesundheit der Augen ihrer Kinder kümmern", so Apollo-Expertin Kempe. Sie sieht hier vor allem die Eltern in der Pflicht, diese reagieren laut Studie nämlich erst, wenn bereits Beschwerden aufgetreten sind.

Die Sehgesundheit

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