Gleitsichtbrille – Tipps zu Anwendung und Tragen

    Die Gleitsichtbrille richtig tragen

    Auch wenn sich Gleitsichtbrillen optisch von den regulären Einstärkenbrillen nicht unterscheiden, ist ihr Tragen um einiges gewöhnungsbedürftiger. Am Anfang kann Ihnen das Sehen mit einer Mehrstärkenbrille noch etwas seltsam vorkommen. Sie brauchen Zeit, um sich daran zu gewöhnen, in welcher Kopfhaltung Sie die unterschiedlichen Distanzen Nähe (lesen), mittlerer Bereich (PC-Arbeit) und Ferne (Auto fahren) perfekt sehen.

    Das Wichtigste ist es, die neue Gleitsichtbrille so oft wie möglich zu tragen. Die Eingewöhnung ist meist bereits nach einer Woche abgeschlossen, manchmal dauert diese Phase aber auch bis zu vier Wochen. Das ist weder ungewöhnlich noch bedenklich. Wichtig ist nur: Bleiben Sie dran! Wenn Sie zu Stürzen neigen, tragen Sie die Brille anfangs zu Hause im Sitzen, beispielsweise beim Fernsehen, Lesen und bei den Mahlzeiten, um sich an die veränderte Sehweise zu gewöhnen. Sie sollten die Gleitsichtbrille so konsequent wie möglich tragen, damit sich Augen, Gleichgewichtssinn und Gehirn möglichst schnell daran gewöhnen können – Ihre bisherige Einstärkenbrille zu tragen kann die Eingewöhnungszeit wesentlich verlängern. Generell gilt, dass man mit einer noch geringen Alterssichtigkeit die schnellste Eingewöhnung hat, da hier der Stärkenunterschied zwischen Fern- und Nahbereich noch geringer ist und sie sich somit leichter an die unterschiedlichen Sehzonen gewöhnen können.

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    Wenn Sie die Brille tragen, denken Sie daran, nicht nur die Augen zu bewegen, sondern auch den Kopf, um keine unscharfen Bereiche am Rand zu sehen, die anfangs zu Kopfschmerzen und Schwindelgefühl führen können. Auch beim Blick in den Seitenspiegel und beim Schulterblick will die richtige Kopf-Augen-Position mit der Gleitsichtbrille erst trainiert werden. Das kann anfangs ungewohnt sein und zu Verspannungen führen, wird Ihnen aber auf lange Sicht ein sehr viel einfacheres Sehen ermöglichen und bei Ihnen zur Gewohnheit werden. Schnell lernen Sie Feinheiten, wie den Kopf beim Lesen und anderen Tätigkeiten, die Nahsicht erfordern, nicht zu senken, sondern nur die Augen, um den Nahsehbereich zu treffen und beim Treppensteigen hingegen den Kopf mitzusenken, um Nahsicht und einen optisch verzerrten Abstand zu vermeiden.

    Geben Sie sich die nötige Zeit – unmerklich wird das Sehen mit der Gleitsichtbrille zur völligen Selbstverständlichkeit. Ihr Gehirn speichert sozusagen die richtigen Kopfbewegungen für das perfekte Sehergebnis ab und Sie können die Vorteile EINER Brille für alles genießen.

    Haben Sie sich nach einigen Wochen noch nicht an die neue Brille gewöhnt und dauern die Schwierigkeiten an, sollten Sie nochmals den Optiker aufsuchen. Oft genügt eine kleine Nachjustierung.

    Die Gleitsichtbrille richtig reinigen

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    Damit Sie lange Freude an Ihrer Gleitsichtbrille haben, sollten Sie diese, wenn sie mal ausnahmsweise nicht getragen wird, immer in einem Kunststoff-Brillen-Etui, einem sogenannten Hardcase, aufbewahren und das entsprechende Brillenputztuch gleich mit ins Etui legen. Hemdsärmel und Küchenrolle sind bei Kunststoffgläsern tabu, da diese Mikrokratzer ins Glas reiben, die eine störende Lichtstreuung verursachen. Silikatgläser sind hier unempfindlicher und verkraften zur Not auch mal eine Reinigung im T-Shirt. Ein Brillen-Mikrofasertuch ist allerdings immer die beste Wahl und reinigt auch zuverlässiger. Dennoch sollte auch dieses nie trocken verwendet werden. Für unterwegs empfiehlt sich ein daher ein Brillen-Reinigungsspray, zu Hause handwarmes Wasser und ein mildes Spülmittel.

    Bei Fettschlieren waschen Sie das Glas per Hand mit etwas mildem Geschirrspülmittel, spülen klar nach und trocknen die Gläser möglichst mit dem Brillenputztuch. Wenn Sie ein Reinigungsspray benutzen, sprühen Sie auf die Brille und nicht auf das Tuch, so "spülen" sie den Schmutz schon vom Brillenglas. Reinigen Sie Ihr Brillenputztuch regelmäßig, damit es keine Verschmutzungen ins Kunstglas reibt oder schmiert. Denken Sie auch daran, den Nasensteg und die Bügel öfter zu reinigen, da Hautpartikel und Fett den Sitz der Brille rutschiger machen und außerdem das Material angreifen können.

    Ab und an können Sie auch in Ihrer Apollo Filiale vorbeischauen und Ihrer Gleitsichtbrille ein Bad in einem unserer Ultraschallreinigungsgeräte gönnen. Das löst Schmutz auch in den kleinsten Lücken, an die man mit dem Mikrofasertuch nicht hinkommt. Dieser Service ist für unsere Kunden selbstverständlich kostenlos.

    Fällt es auf, wenn ich eine Gleitsichtbrille trage?

    Vom Prinzip sind Gleitsichtgläser, um gleichzeitig Kurz- oder Weitsichtigkeit und Alterssichtigkeit auszugleichen, etwas dicker. Doch die Gleichung Gleitsicht = dickes Glas gehört der Vergangenheit an. Moderne Verfahren ermöglichen es, die Dicke von Gleitsichtgläsern zu optimieren. Apollos Optimade-Methode etwa: Die von Apollo entwickelte Technologie macht Gleitsichtbrillen zu persönlichen Maßanfertigungen. Alle individuellen Faktoren von Sehstärke über Zentrierung bis zu Glasmaterial und Glasdesign sowie die Fassungsmaße gehen in die Berechnung mit ein. Zudem werden die Gläser hinsichtlich Durchmesser, Mitten- und Randdicke optimiert. So entstehen bei Apollo Gleitsichtbrillen, die ästhetisch sind und höchsten Tragekomfort bieten. Gleitsichtbrillen werden durch das Optimade-Verfahren dünner, stabiler und ausgewogener.

    Das Optimade-Verfahren ist ein kostenloser Service, den es nur bei Apollo gibt.

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    Kunden mit Gleitsichtbrille berichten über ihre Erfahrungen

    Endlich eine Brille für nah UND fern!

    Die Eingewöhnung ging superschnell!

    100% besseres Lebensgefühl!

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    Eingewöhnungsprobleme und wie Sie sie lösen

    Auch wenn die neue Gleitsichtbrille perfekt angepasst wurde, kann es vorkommen, dass die Anfangszeit noch nicht gleich reibungslos funktioniert. Zu den möglichen Beschwerden während der Eingewöhnungsphase gehören Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, sowie Schulter- und Nackenschmerzen. Die Devise lautet: nicht aufgeben! Ihr Gehirn braucht einige Zeit, um sich auf das veränderte Sehen einzustellen. Bei minimaler Altersweitsicht geht dies oft binnen Stunden, bei höheren Werten wird manchmal eine längere Eingewöhnungszeit benötigt.

    Erfahren Sie hier mehr zu den Vorurteilen gegenüber Gleitsichtbrillen